Mediation

Was sie kann und was sie Ihnen bringt

Die Kanzlei Winfried Becker & Partner kann Ihnen neben der reinen Rechtsberatung auch das Mediationsverfahren anbieten. Rechtsanwalt Martin Becker ist zugleich als Mediator nach § 7a BORA durch die Rechtsanwaltskammer zugelassen.

Dieses Verfahren bietet sich besonders an bei Streitigkeiten in der Familie, mit Unternehmenspartner, in der Eigetümergemeinschaft, bei Nachbarn und anderen Bereichen, in denen Sie mit anderen in Streit geraten sind. Aber auch bevor ein echter Konflikt entstanden ist, bei dem die Parteien nicht mehr ohne Ärger miteinander umgehen können, ist eine Mediation ein geeignetes Verfahren, um z.B. zu helfen, bei Entscheidungen für die unternehmerische Zukunft die jeweiligen Zielsetzungen zu ermitteln.

Wichtig ist hierbei, dass der Mediator nicht für die eine oder andere Partei tätig wird, sondern immer nur für beide gemeinsam. Näheres erfahren Sie bei den Prinzipien der Mediation. Dieses bedeutet aber auch, dass aus einer anwaltlichen Beratung nicht eine Mediation und umgekehrt werden kann. Ob ein Mediationsverfahren sinnvoll ist, sollte daher bereits im Erstgespräch ermittelt werden.

Etwas anderes gilt, falls Sie bei uns bereits steuerlich beraten werden. Hier kann Herr Rechtsanwalt Martin Becker als neutraler Mediator auftreten, da er mit der steuerlichen Beratung bisher nicht befaßt war.

 

Was ist Mediation

Mediation (lat.: "Vermittlung") ist eine außergerichtliche Form der Lösung von Konflikten.

Kennzeichnend für sie ist vor allem, dass die Beteiligten eines Konflikts eigenverantwortlich versuchen, eigene Lösungen zu finden. Dabei werden sie von einem unabhängigen Dritten (dem Mediator) unterstützt, der - anders als etwa ein Richter - keine Entscheidungsbefugnis besitzt. Kennzeichnend für den Mediator ist vielmehr die Fähigkeit zur strukturierten Verhandlungsführung, mit der er die Parteien anleitet, meist schnelle und flexible, manchmal auch noch kostengünstigere Regelungen zu finden, von der alle Beteiligten profitieren. Die Interessen der Beteiligten werden berücksichtigt, Blockadesituationen aufgebrochen, gegenseitige Kommunikation wieder ermöglicht.

Die Mediation ist eine alte Idee zur Lösung von Konflikten, deren Wurzeln sich weit über 2000 Jahre zurückverfolgen lassen. Seit den 80er Jahren steigt auch in Deutschland das Interesse an Mediation. Sie wird zunehmend von Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten professionalisiert.

Die Kanzlei Winfried Becker & Partner kann Ihnen neben der reinen Rechtsberatung auch das Mediationsverfahren anbieten. Rechtsanwalt Martin Becker ist zugleich als Mediator nach § 7a BORA durch die Rechtsanwaltskammer zugelassen.

Dieses Verfahren bietet sich besonders an bei Streitigkeiten in der Familie, mit Unternehmenspartner, in der Eigetümergemeinschaft, bei Nachbarn und anderen Bereichen, in denen Sie mit anderen in Streit geraten sind. Aber auch bevor ein echter Konflikt entstanden ist, bei dem die Parteien nicht mehr ohne Ärger miteinander umgehen können, ist eine Mediation ein geeignetes Verfahren, um z.B. zu helfen, bei Entscheidungen für die unternehmerische Zukunft die jeweiligen Zielsetzungen zu ermitteln.

Wichtig ist hierbei, dass der Mediator nicht für die eine oder andere Partei tätig wird, sondern immer nur für beide gemeinsam. Näheres erfahren Sie bei den Prinzipien der Mediation. Dieses bedeutet aber auch, dass aus einer anwaltlichen Beratung nicht eine Mediation und umgekehrt werden kann. Ob ein Mediationsverfahren sinnvoll ist, sollte daher bereits im Erstgespräch ermittelt werden.

Etwas anderes gilt, falls Sie bei uns bereits steuerlich beraten werden. Hier kann Herr Rechtsanwalt Martin Becker als neutraler Mediator auftreten, da er mit der steuerlichen Beratung bisher nicht befaßt war.

 

Mediation vs. Gerichtsverhandlung

Die Mediation ist geprägt von kompletter Freiwilligkeit. Der Mediator ist kein Schiedsrichter, der den Parteien die Lösung eines Problems vorgibt. Vielmehr werden die Parteien durch einen strukturierten Prozess so geführt, dass sie selbst eine Regelung finden, die den Streit beilegt. Während beim Gerichtsverfahren nur eine Partei gewinnen kann und die andere Partei verlieren muss, können bei der Mediation Lösungen gefunden werden, von der beide Parteien profitieren. Die Mediation ist dabei nicht an ein starres Anspruchsdenken gebunden, wie ein Gerichtsverfahren.

Die Mediation bietet sich vor allem dort an, wo die Parteien noch weiterhin miteinander zu tun haben und die Beziehung nicht endgültig beendet ist; z.B. bei einer Ehescheidung wird zwar die Ehe aufgelöst, die Partner sind aber weiterhin Eltern gemeinsamer Kinder; die Parteien sind Nachbarn und "müssen" auch weiterhin miteinander als Nachbarn auskommen; die Parteien sind Mieter und Vermieter und wollen das Mietverhältnis fortsetzen; die Parteien stehen in ständigen Geschäftsbeziehungen und wollen trotz eines bestehenden Konflikts an der Zusammenarbeit festhalten; bei einem Großprojekt (z.B. Bau eines Flughafens) sollen Belange verschiedenster Beteiligter berücksichtigt werden.

Während beim gerichtlichen Verfahren geprüft wird wer in der Vergangenheit welche Fehler begangen hat, ist das Mediationsverfahren zukunftsorientiert: Wie kann man das Verhältnis gestalten, um in Zukunft eine Wiederholung der Fehler zu vermeiden und besser zu kooperieren.

Mediation ist ein Verfahren, das in allen Lebensbereichen eingesetzt werden kann. Zur Zeit gewinnt die Mediation in Deutschland vor allem in Bereichen des Familienrechts an Bedeutung, aber auch im Arbeitsrecht und bei Belangen des Umweltschutzes ist die Mediation zunehmend gefragt. Schließlich ist Mediation auch in allen Belangen der Wirtschaft innerhalb eines Unternehmens und zwischen Unternehmen ein hervorragendes Mittel zur Konfliktbewältigung.

 

Vorteile

Wie bereits dargelegt, ist es Ziel der Mediation, die Beziehung zwischen den Parteien nicht zu zerstören, sondern, wenn auch in anderer Weise, die Beziehung fort zu setzen.

Die Problemlösungen sind vielfältiger als bei einem Gerichtsverfahren. Während beim letzteren nur der geltend gemachte Anspruch untersucht wird, werden bei der Mediation auch die Hintegründe des Konfliktes betrachtet, die Sache von allen Seiten beleuchtet, und das Ergebnis ist nicht auf einen bestimmten Ausgang fixiert. Durch die Beachtung der hinter den Ansprüchen stehenden Interessen können befriedigendere Lösungen gefunden werden.

Das Mediationsverfahren kann kostengünstiger sein als ein streitiges Gerichtsverfahren. Dies ist jedoch von unterschiedlichen Faktoren abhängig, wie z. B. Gegenstandswert, Erfolg des Mediationsverfahrens, Notwendigkeit rechtlicher Beratung im Mediationsverfahren, Anzahl der durchschrittenen Instanzen beim gerichtlichen Verfahren usw.

Das Mediationsverfahren ist gegenüber einem Gerichtsverfahren jedoch erheblich schneller. Während Gerichtsverfahren durchaus mehrere Monate bis Jahre dauern können, ist ein Mediationsverfahren in der Regel in wenigen Tagen oder allenfalls wenigen Wochen abgeschlossen. Ob man einen Rechtsstreit gewinnt, kann letztlich nicht hundertprozentig vorher gesagt werden ("Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand" sagt ein alter Spruch). Während der Dauer des Rechtsstreits wird nicht nur der Geldbeutel, vor allem jedoch die Nerven strapaziert und man muss sich ständig mit dem selben Thema befassen. Schließlich werden durch das Mediationsverfahren Resourcen gespart, das Verfahren ist kalkulierbarer, keine Partei erleidet einen Gesichtsverlust.

Der maßgebliche Vorteil des Mediationsverfahrens liegt daher in der Kalkulierbarkeit der Kosten, der Zeit, des Ausgangs, Schonung von Resourcen und in der Erhaltung der Beziehung.

 

Nachteile

Da die Mediation ausschließlich auf Freiwilligkeit beruht, gibt es keinerlei Zwang, die Parteien zu einer Vereinbarung zu zwingen. Es ist durchaus möglich, wenn auch selten, dass die Mediation scheitert. Die hierfür aufgewandte Zeit und Kosten müssen dann zusätzlich zu einem Gerichtsverfahren aufgewendet werden.

Auch sollte darauf hingewiesen werden, dass eine Einigung im Rahmen einer aussergerichtlichen Mediation nur dann vollstreckbar wird, wenn sie in Form einer notariellen Urkunde mit Zwangsvollstreckungsunterwerfung abgeschlossen wird. Dieser Nachteil aber wiegt nur auf den ersten Blick schwer, denn tatsächlich wollen die Parteien in der Mediation eine Einigung finden. Die Notwendigkeit, die Einigung im Wege der Zwangsvollstreckung durchzusetzen, steht im absoluten Widerspruch zu den Zielen und Prinzipien der Mediation, die gerade eine von beiden Seiten getragene Lösung anstrebt. Die Zwangsvollstreckung sollte daher gerade nicht erforderlich sein.

Allerdings sind in bestimmten Verfahren Formvorschriften zu beachten. Die in einer Ehescheidung mediierte Scheidungsfolgenvereinbarung z.B. muß im Anschluß an die Mediation notariell abgeschlossen werden.

 

Prinzipien

Mediationsverfahren zeichnen sich durch folgende Kriterien aus, die sie von anderen Formen der Regelung von Konflikten, insbesondere Gerichtsverfahren, unterscheiden:

- Freiwilligkeit:
Die Parteien entschließen sich aus freiem Willen zur Teilnahme.

- Vertraulichkeit:
Die Parteien und die Mediatoren verpflichten sich zur Vertraulichkeit.

- Informiertheit:
Entscheidungen können nur dann auf der Basis aller notwendigen Informationen getroffen werden, wenn alle Beteiligten über diese verfügen.

- Eigenverantwortlichkeit:
Die Parteien bestimmen selbst die Lösung.

- Unabhängigkeit/Allparteilichkeit des Mediators:
Der Mediator unterstützt alle Parteien bei der Suche nach allseits zufriedenstellenden Lösungen.

- Ergebnisoffenheit:
Mediationsverfahren sind offen für flexible und kreative Lösungen.

 

Ablauf der Mediation

Das Mediationsverfahren läuft in sechs Stufen ab:

1. Stufe: Erstgespräch und Einführung
Zuerst stellt der Mediator die Mediation und den Ablauf vor. Dadurch strukturiert der Mediator den Mediationsablauf. Die Parteien schließen den Mediationsvertrag mit der Vergütungsvereinbarung ab.

2. Stufe: Themensammlung
Die Parteien legen die zu erörternden Themen fest und stellen jeweils ihre Sichtweise (Position) dar. Der Mediator gewinnt ein erstes Bild über die Dimension des Konfliktes. Er listet die Übereinstimmungen und die Differenzen auf.

3. Stufe: Interessenklärung
Der Mediator erfragt die Bedürfnisse, die hinter den jeweiligen Positionen liegen.

4. Stufe: Kreative Ideenfindung
Die Teilnehmer suchen nach Lösungsstrategien. Das Ziel sind tragbare Ideen in allen Teilbereichen, die sich zu einer Gesamtlösung zusammenfügen lassen. Der Mediator wird selbst keine Ideen entwickeln. Aber er wird mit geschulten Maßnahmen die Phantasie der Parteien anregen und unterstützen.

5. Stufe: Auswahl und Bewertung
Verschiedene Lösungswege werden bewertet. Der geeignetste Lösungsansatz wird ausgewählt.

6. Stufe: Abschluss der Mediation
Das Endergebnis wird in der Regel in Form einer für die Parteien verbindlichen Vereinbarung ausformuliert und festgehalten. Anschließend ist eventuell noch eine notarielle Vereinbarung erforderlich.

 

Warum eineMediation durch einen Rechtsanwalt

Da sich in einem Mediationsverfahren oft auch juristische Probleme stellen, kann ein Rechtsanwalt als Mediator diese sofort erkennen und den Parteien insoweit empfehlen, sich juristisch beraten zu lassen. Der Rechtsanwalt als Mediator kann darauf achten, dass die Schlussvereinbarung in einer jurstisch einwandfreien Form abgefasst wird.

Der Rechtsanwalt ist von Berufs wegen zur Verschwiegenheit verpflichtet. Alles, was ihm im Rahmen eines Mediationsverfahrens mitgeteilt wird, unterliegt der anwaltlichen Schweigepflicht. Die Vertraulichkeit der Medation ist so gesetzlich und strafrechtlich geschützt.

 

Kosten?

Die Kosten sind abhängig von der Dauer des Verfahrens. In der Regel sind z.B. für eine Familienmediation ca. 8 Sitzungen erforderlich, für Nachbarstreitigkeiten ca. 2-3 Sitzungen. Die Kosten für eine Sitzung von in der Regel 1,5 Stunden betragen € 225,- zuzüglich USt. (1/4 Stunde kostet € 37,50), wobei sich die Parteien die Kosten in der Regel teilen.

Wird eine Abschlußvereinbarung aufgesetzt, kommen hierfür noch einmal Gebühren nach 1000 VV-RVG auf Basis des Gegenstandswertes der Einigung sowie Auslagen und Umsatzsteuer hinzu. Diese Gebühr entfällt natürlich, wenn die Vereinbarung in notarieller Form abgeschlossen werden muß, dann fallen Gebühren nach der KostO bei dem aufgesuchten Notar an.

Benötigen eine oder beide Parteien anwaltliche Beratung, so kann diese nicht Gegenstand der Mediation sein und auch nicht vom Mediator gegenüber den Einzelnen Teilnehmern der Mediation geleistet werden. Jeder Partei steht es frei, sich zusätzlich anwaltllich beraten zu lassen, wobei die Kosten hierfür gesondert zu tragen sind. Allerings ist die zusätzliche anwaltliche Beratung bei einem Anwaltsmediator von nicht so tragender Bedeutung.

Sollten Sie noch Fragen zum Mediationsverfahren haben, können Sie bei uns kostenlose Informationen zu diesem Thema erhalten.